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Integrated Island Database (IIDAB)

Zugang

UNEINGESCHRÄNKT

Daten herunterladen von der IIDAB-Webseite (mit Suchfunktion, Ergebnis lässt sich als CSV-Datei herunterladen und auf einer interaktive Karte anzeigen)

Daten ansehen via Geoserver (direkt zur interaktiven Karte)

Beschreibung

Zusammen mit dem Eisbären, sind kleine Inseln - oft dargestellt mit Fotos von weißen Sandstränden, türkisfarbenem Meer und Palmen -  zu einem Symbol für die Auswirkungen des Klimawandels und des globalen Anstiegs des Meeresspiegels geworden. Das wachsende internationale Bewusstsein und Mitgefühl für gefährdete Orte macht kleine Inseln zu einem wichtigen Thema in sozioökonomischen Studien über die Auswirkungen des Anstiegs des Meeresspiegels, verstärkte Sturmaktivität und die Versauerung der Ozeane.

Der IPCC Bericht prognostiziert, dass die Meere, durch Ausdehnung bei Erwärmung und durch Zuflüsse von schmelzendem Festland-Eis, um bis zu 1,94 Fuß (0,59 Meter) bis zum Jahr 2100 steigen könnten und dann einen Großteil der knappen Landmasse der Koralleninseln überschwemmen. Jedoch können die Inseln unbewohnbar werden, lange bevor die Wellen sie überfluten. Der Anstieg des Meeresspiegels führt zu erhöhter Stranderosion, reduziert Platz für die Verlegung oder Neuausrichtung der Siedlungen und anderer Landnutzung, das Eindringen von Salzwasser in Frischwasserreservoirs und auf landwirtschaftlichen Flächen und andere direkte Auswirkungen. Kleine Inseln haben in etwas die Funktion wie die Kanarienvögel des Kohlebergwerks: Was hier in direkter und vielleicht unerwarteter Weise geschiet, kann in größeren Gebiete wenig später auf gleiche Weise eintreten.

Eine globale Perspektive auf dieses Thema, die kleine Inseln generell in Gefahr sieht, vernachlässigt wichtige und erhebliche regionale Unterschiede, die zwischen den Inseln in verschiedenen Teilen der Welt existieren. Darüber hinaus erfahren kleine Inseln oft große Naturgefahren und Bedrohungen, von denen nicht alle einen Zusammenhang mit dem Klimawandel haben, tatsächlich können auch rein lokale Faktoren die Ursache sein. Aus sozialwissenschaftlicher Sicht ist es wichtig, zu verstehen, wie der regionale Klimawandel mit den sozialen Strukturen und Lebensweisen der Küstengemeinden zusammenwirkt und diese verändert . Wichtig hierbei ist die soziale Basis der Anpassungsfähigkeit, die Struktur der sozialen Netzwerke und die Rolle der kollektiven Antworten. 

Vergleichende Forschung und Analyse der laufenden Prozesse und Herausforderungen, die in verschiedenen Fallstudien betrachtet werden, trägt zu unserem Verständnis der besonderen Situation der kleinen Inseln bei. Wo verfügbar, können entsprechende wissenschaftliche Kenntnisse genutzt werden bei der Entscheidungsfindung, Planung und politischen Entwicklung. Gezielte Interaktion zwischen Wissenschaft und Politik kann helfen, Verluste von wertvollen Küstengebieten zu vermeiden, kostengünstige Management-Strategien zu entwickeln und von guten (und schlechten) Praktiken in der Anpassung zu lernen.

Die Integrierte Insel Datenbank (IIDAB) dient als forschungsunterstützendes Werkzeug, das entwickelt wurde, um auf einer vergleichenden Ebene Insel Fallstudien zu unterstützen und zu erleichtern. Ihre Struktur ermöglicht die Auswahl von kleinen Inseln nach einer Vielzahl von Vergleichsindikatoren. Die Datenbank basiert auf den veröffentlichten Daten von internationalen Organisationen (einschließlich der Weltbank, der CIA, NOAA, UN) sowie veröffentlichten Daten von einzelnen Inselfallstudien. Es ist nicht unser Ziel, die komplette "Welt der Inseln" zu kompilieren. Wir wollen aber mit einer wachsenden Auswahl der natur- und sozialwissenschaftlichen Insel Daten arbeiten. Ein wesentliches Merkmal des IIDAB ist die Möglichkeit nach bestimmten Kriterien und Parametern zu suchen und zu filtern und sie ermöglicht den direkten Vergleich zwischen Inseln und Inselgruppen (siehe IIDAB Website).

Parameter

Insel-Datenbank-Feldliste
(vollständigeBeschreibung der einzelnen Felderin der Datenbank)

Name: Vollständiger Name der Insel, Inselgruppe, oder des Inselstaates.

Location:Benennt das Meer oder Randmeer, wo sich die Insel, Inselgruppe, oder der Inselstaat befindet.

Number of Islands (approx.):Benennt die ungefähre Anzahl der Inseln, einer Inselgruppe oder Inselstaat. Es ist nicht möglich, eine genaue Zahl anzugeben, da es keine weltweit gültige Definition gibt, was eine Insel genau ist.

Island Details:Zusätzliche Informationen über die Zusammensetzung der Inselgruppen und Inselstaaten, zum Beispiel, wie viele Inseln eines Archipels bewohnt sind oder die Existenz einer Hauptinsel.

Type of Islands:Einfache Kennzeichnung nach den wesentlichen morphogenetischen Eigenschaften der Insel, Inselgruppe, oder des Inselstaates.

Surface Area (km²): Fläche der Insel, Inselgruppe, oder des Inselstaates in Quadratkilometern.

Terrain:Spezifische Informationen über das Gelände und Landschaft der Insel, Inselgruppe, oder des Inselstaatesum einen ersten Eindruck zu bekommen.

Highest Elevation (m):Höhe des höchsten Punktes auf der Insel, Inselgruppe, oder des Inselstaates in Metern.

Highest Elevation (name):Vollständiger Name des höchsten Punktes auf der Insel, Inselgruppe, oder des Inselstaates.

Isolation Index:Diese Insel-Datenbank verwendet die Indexwerte eines von Arthur Lyon Dahl entwickelten Isolations-Index, der zuerst auf der Website Insel Directory veröffentlicht wurde: „To measure the isolation of the island from potential sources of colonization, the square roots of the distances to the nearest equivalent or larger island, the nearest island group or archipelago and the nearest continent are added to give an index of isolation. Where one of these does not exist, the next higher distance is repeated, except in the case of small satellite islands close to much larger land masses.“  (Dahl, A. L. 1991: Island Directory: islands.unep.ch/isldir.htm. Accessed: 31.01.2014)

Im Falle einer Inselgruppe, gibt der Isolations-Index den Index-Wert der Hauptinsel an.

Climate Risk Index:Der Klima-Risiko-Index (CRI), von Germanwatch entwickelt, ist eine Analyse, die auf der Grundlage eines der zuverlässigsten Datensätzen über die Auswirkungen von extremen Wetterereignissen und den damit verbundenen sozioökonomischen Daten entwickelt wurde (von Munich Re NatCatSERVICE zur Verfügung gestellt). Es umfasst vier Indikatoren: 1. Anzahl der Todesfälle, 2. Anzahl der Todesfälle pro 100.000 Einwohner, 3. Summe der Verluste in US $ in Kaufkraftparität (PPP), 4. Verluste pro Einheit des Bruttoinlandsprodukts (BIP).
„For the indicators 2-4, economic and population data primarily provided by the International Monetary Fund were taken into account. It must be added, however, that especially for small (e.g. Pacific Small Island Developing States) or politically extremely unstable countries (e.g. Somalia), the required data is not always available in sufficient quality for the whole observed time period. Those countries have to be left out of the analyses. The Climate Risk Index 2014 is based on the loss-figures from 2012 and 1993–2012. This ranking represents the most affected countries. Each country's index score has been derived from a country's average ranking in all four analyzes, according to the following weighting: death toll 1/6, deaths per 100,000 inhabitants 1/3, absolute losses in PPP 1/6, losses per GDP unit 1/3.“  (Kreft, S. & Eckstein, D. 2013: Germanwatch Climate Risk Index 2014. Bonn: Germanwatch e.V. )

Diese Insel-Datenbank nutzt die CRI Reihen basierend auf dem 20-Jahreszeitraum (1993-2012). Für die politisch abhängigen Inseln gibt der Bereich CRI den CRI Rang von seinem Mutterland an.

Mean Sea Level Trends (mm/year):Nennt die linearen relativen Meeresspiegel (MSL) Trends für die Insel, Inselgruppe, oder den Inselstaat in Millimeter pro Jahr basierend auf den Analysen der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) der USA.

Mean Sea Level (meta):Wenn es einen MSL Trend für die spezifische Insel, Inselgruppe, oder den Inselstaat gibt, besteht dieses Feld aus drei Elementen von Metadaten: Die Zeitspanne der Messungen in Jahren, die Vollständigkeit der Messungen in Prozent und die eindeutige ID der Messstation.

Population (total): Menschliche Bevölkerung der Insel, Inselgruppe, oder des Inselstaates (gefolgt von einem Feld, das das Jahr der Volkszählung angibt)

Population Density (p/km²):Die Bevölkerungsdichte in Personen pro Quadratkilometer  (gefolgt von einem Feld, das das Jahr der Volkszählung angibt)

Population Growth (annual %):Effektive Jahreswachstumsrate der Bevölkerung (gefolgt von einem Feld, das das Jahr der Volkszählung angibt)

GDP (per capita in current US$):Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf in current US-Dollar (gefolgt von einem Feld, das das Jahr der Volkszählung angibt)

Dominant Economic Sectors:Gibt die dominierenden Wirtschaftszweige der Insel, Inselgruppe, oder des Inselstaates an.

HDI:Gibt den Human Development Index (HDI) der Inselstaat oder, im Falle einer politisch abhängigen Insel oder Inselgruppe, die Produktion ihres Mutterlandes an.

Administration:Nennt den politische Status und die Art der Regierung der Insel, Inselgruppe, oder des Inselstaates.

Miscellaneous:Zusätzliche Informationen über die Insel, Inselgruppe oder den Inselstaat, die nicht direkt mit einem anderen Datenbankfeld verbunden sind.

Kontaktperson

AG Ratter, Institut für Geographie

Universität Hamburg

Simon Strobelt, simon.strobelt (at) uni-hamburg.de

und

Prof. Dr. Beate M. W. Ratter, Email via contact form

Referenzen

Die Referenzen zu verwendeten Daten sind direkt der IIDAB zu entnehmen.

Datenzitat

Integrated Island Database (IIDAB), AG Ratter, Institute of Geography, University of Hamburg, 2013-2015

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