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Medienorientierungen von Klimaforschern

Zugang

UNEINGESCHRÄNKT

Dieser Datensatz kann nach Anfrage an ICDC herausgegeben werden.

 

Beschreibung

Die Darstellung der Wissenschaft in den Massenmedien ist von entscheidender Bedeutung für die gesellschaftliche Wahrnehmung der Wissenschaftler und ihrer Arbeit. Die Massenmedien erlauben einer großen Anzahl von Bürgern, sich über politische, wirtschaftliche und sonstige Entwicklungen zu informieren. Sie tragen wesentlich zur Meinungsbildung in der Gesellschaft bei und haben dabei die Kommunikation über bestimmte Themen im Zeitgeschehen zum großen Teil monopolisiert. Massenmedien sind zum Beispiel eine exklusive Informationsquelle für viele Menschen in Bezug auf wissenschaftliche Fragen geworden. Dementsprechend ist die Beziehung zwischen Wissenschaft und den Medien in den vergangenen Jahren ein wichtiges Thema in der sozialwissenschaftlichen Forschung gewesen.

Ziel der Studie ist es, die Medienorientierung in den verschiedenen Disziplinen der Klimaforschung zu untersuchen und zu erklären. Die Studie bietet Klimaforschern damit Orientierung von innen: Sie schafft eine breite Basis, um sich kritisch mit dem Status Quo in den eigenen Reihen auseinanderzusetzen und eigene Muster der Medienorientierung zu reflektieren.

Ziel des hier vorgestellten Projektes ist es, eine deskriptive Momentaufnahme der Medienorientierungen von Klimaforschern zu erstellen und die Ausprägung dieser Medienorientierungen zu erklären.

1. Der erste Schritt des Projektes besteht darin, das Ausmaß der Medienorientierung individueller Wissenschaftler zu beschreiben. Dabei wird untersucht ...
a. wie viele Kontakte einzelne Klimaforscher mit Medien haben, wie sie diese bewerten und welche Wissen über den Umgang mit Medien sie aufweisen (Erfahrungen und Wissen),
b. welche Motive und Ziele sie mit den Medienkontakten verbinden bzw. welche Vorbehalte sie ggf. gegen Medienkontakte haben (Ziele & Vorbehalte),
c. welche Aufgaben und Rollen sie Wissenschaftlern und Journalisten in ihrem Wechselverhältnis zuschreiben (normative Orientierungen), d. h. zu welchen Medienaktivitäten sie bereit sind, ob sie bereit sind, sich den Anforderungen medialer Kommunikation anzupassen und inwieweit sie dabei auch wissenschaftliche Qualitätskriterien hintanstellen würden (Handlungsebene).


2. Der zweite Schritt des Projektes besteht darin, vorgefundene Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Medienorientierungen individueller Klimaforscher zu erklären. Dabei werden folgende Erklärungsfaktoren in multivariaten statistischen Modellen berücksichtigt:
a. wie lange die individuellen Wissenschaftler bereits wissenschaftlich aktiv sind, auf welcher Karrierestufe sie stehen und ob sie Leitungspositionen in ihren Institutionen innehaben (Erfahrung und Seniorität),
b. wie viele Publikationen sie vorzuweisen haben und ob sie aktuell oder in der Vergangenheit Ämter in der Wissenschaft, etwa in Fachgesellschaften oder als Herausgeber von Zeitschriften, innehatten (innerwissenschaftliche Reputation),
c. ob sie Ämter oder Beratungstätigkeiten außerhalb der Wissenschaft, etwa in der Politik, der Wirtschaft, in Verbänden, bei NGOs usw. innehatten (gesellschaftliche Reputation),
d. welche soziodemografischen Merkmale sie aufweisen (Alter, Geschlecht usw., Soziodemographie)

Eine ausführlichere Beschreibung des Projekts findet sich hier (PDF-Dokument).

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Datenformat

Format:

  • SPSS und CSV

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Datenqualität

Siehe Projektbeschreibung

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Kontaktperson

Name: Remon Sadikni

Institut: CliSAP / CEN / ICDC

Email: remon.sadikni (at) uni-hamburg.de

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Referenzen

Projektbeschreibung der Wissenschaftlerbefragung (PDF)

Ivanova, Ana, Mike S. Schäfer, Inga Schlichting & Andreas Schmidt (2013): Is there a Medialization of Climate Science? Results from a Survey of German Climate Scientists. In: Science Communication, 35/5, 626-653. DOI: 10.1177/1075547012475226 

Schäfer, Mike S., Ana Ivanova, Inga Schlichting & Andreas Schmidt (2012): Mediatisierung: Medienerfahrungen und -orientierungen deutscher Klimawissenschaftler [Mediatization: Media Experiences and Orientations of German Climate Scientists]. In: Neverla, Irene & Mike S. Schäfer (Eds.): Das Medien-Klima. Fragen und Befunde der kommunikationswissenschaftlichen Klimaforschung. Wiesbaden: Springer VS, 233-252.

Schäfer, Mike S., Ana Ivanova, Inga Schlichting & Andreas Schmidt (2011): Deutsche Klimaforscher auf der Medienwelle? [German Climate Researchers on the Media Wave?] In: Mitteilungen der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft, 2011/3, 20-23.

Datenzitat

Schäfer, Mike S., Ana Ivanova, Inga Schlichting & Andreas Schmidt: Dataset "Climate Scientists and the Mass Media: Experiences, Orientations, Mediatization", CliSAP Research Group "Media Constructions of Climate Change", Center for Earth System Research and Sustainability, University of Hamburg, 2010-2011

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