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Meereisdicke aus ICESat-Daten (Arktis)

Beispielkarte der Meereisdickenverteilung der Arktis für den ICESat Meßzeitraum Oktober/November 2005.

Zugang

UNEINGESCHRÄNKT

Die Daten sind über diesen Link verfügbar.

 

Beschreibung

Messungen der Signallaufzeit von Laserpulsen ausgesendet vom GLAS-Instrument an Bord des ICESat Satelliten ermöglichen die zentimetergenaue Ableitung der Freibordhöhe des Meereises. Unter gewissen Annahmen und unter Hinzunahme weiterer Daten wie z.B. der Verteilung von mehrjährigem Eis und der Schneedicke (siehe Referenzen) kann aus dieser Höhe die Meereisdicke bestimmt werden.

Das wurde für den vorliegenden Datensatz für 10 ICESat Meßzeiträume gemacht. Damit liegt hier eine Zeitreihe von zwei Messungen pro Winter (Oktober/November und Februar/März) vor und zwar für die Winter 2003/04 bis 2007/08, für den Arktischen Ozean mit einer räumlichen Auflösung von 25 km x 25 km.

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Parameter

Name Einheit
Meereisdicke cm

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Abdeckung, räumliche und zeitliche Auflösung

Zeitraum und zeitliche Auflösung:

  • 2003 bis 2008, zwei Meßperioden pro Jahr: Herbst und Spätwinter)
  • quasi-monatlich (rund 35 Tagen)

Die bereit gestellten Daten sind Mittelwerte über den jeweiligen Meßzeitraum. Die exakte Dauer dieser Meßzeiträume sind Kwok et al., 2009 (siehe Referenzen) zu entnehmen; in der Regel handelt es sich um Perioden von rund 35 Tagen Dauer im Februar/März (2007: März/April) bzw. Oktober/November (2003: September-November).

Räumliche Abdeckung und Auflösung:

  • Nordhemisphäre
  • Räumliche Auflösung: 25 km x 25 km, polar-stereographisches Gitter des NSIDC, zentriert bei 70°N
  • Geographische Länge: 0°E bis 360°E
  • Geographische Breite: etwa 60°N bis 90°N
  • Dimension:
  • Höhe: 0.0 m

Format:

  • Binär

Die Daten liegen als 4byte Floating Point Werte vor. Im Header wird zunächst die Anzahl der Gitterzellen mit gültigen Meßwerten angegeben (2byte Integer), dann folgen Breite und Länge, x und y, sowie die Eisdicke; x und y geben die Entfernung des Zentrum der Gitterzelle zum Nullpunkt des NSIDC-Gitters in km an.

Eine Leseroutine (IDL) kann hier herunter geladen werden. Sie ermöglicht das Einlesen und Darstellen/Speichern der Daten als Bild.

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Datenqualität

Diese Daten geben einen Anhaltspunkt für die mittlere, monatliche Meereisdickenverteilung in der Arktis zu zwei Zeitpunkten: Oktober/November, d. h. etwa 1 Monat nach Einsetzen der Gefriersaison sowie Februar/März, d. h. etwa zum Zeitpunkt der maximalen winterlichen Meereisausdehnung bzw. rund 1-2 Monate vor Erreichen der maximalen saisonalen Meereisdicke.


Die Daten selbst beinhalten keine Fehlerabschätzung.

Laut Untersuchungen von R. Kwok und Mitarbeitern liegt die mittlere Abweichung gemäß Fehlerfortpflanzung bei rund 0.7 m. Ein Vergleich des Meereistiefgangs abgeleitet aus ICESat Messungen einerseits und Verankerungsdaten andererseits liefert eine mittlere Übereinstimmung der Werte innerhalb etwa 0.5 m.

Generell ist zu erwarten, dass der Fehler in der Meereisdicke im Einzelfall noch deutlich höher sein kann, bedingt durch Annahmen in der Ableitung der Meereistiefgangs und unzureichende Kenntnis der Schneeeigenschaften (z. B. der Dicke) und deren Variabilität.

Wir empfehlen: Lesen der Referenzen, Diskussion mit uns und/oder direkt mit R. Kwok.

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Kontaktperson

Ron Kwok
Jet Propulsion Laboratory, Pasadena, CA, U.S.A.
E-Mail: Ronald.Kwok (at) jpl.nasa.gov

Stefan Kern
ICDC / CEN / Universität Hamburg
E-Mail: stefan.kern (at) uni-hamburg.de

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Referenzen

  • Kwok, R., G. F. Cunningham, H. J. Zwally, and D. Yi (2007), Ice, Cloud, and land Elevation Satellite (ICESat) over Arctic sea ice: Retrieval of freeboard, J. Geophys. Res., 112, C12013, doi:10.1029/2006JC003978.
  • Kwok, R., and G. F. Cunningham (2008), ICESat over Arctic sea ice: Estimation of snow depth and ice thickness, J. Geophys. Res., 113, C08010, doi:10.1029/2008JC004753.
  • Kwok, R., G. F. Cunningham, M. Wensnahan, I. Rigor, H. J. Zwally, and D. Yi (2009), Thinning and volume loss of the Arctic Ocean sea ice cover: 2003–2008, J. Geophys. Res., 114, C07005, doi:10.1029/2009JC005312.

Datenzitat

Bitte in Rücksprache mit Ron Kwok: ronald.kwok@jpl.nasa.gov

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